Robotergestützte Lauftherapie
- Lokomat – eine funktionelle Lokomationstherapie
Um Sie optimal in Ihrem Rehabilitationsprozess zu unterstützen, gibt es die Möglichkeit ihr motorisches Lauftraining zusätzlich mit dem Lokomat zu unterstützen.
Auf der Suche nach ständiger Optimierung der Therapie ist der Lokomat eine sinnvolle Ergänzung in unserem Konzept und bereichert die Therapie seit Februar 2011, Er ist Bestandteil unseres Konzeptes, findet jedoch nur Anwendung, wenn wir dies auch für sinnvoll erachten.
Wie uns die Firma Hocoma immer wieder bestätigt, sind wir eine der wenigen, die auch schwer Betroffene in diesen Lokomat, so stellen So sind unsere Klienten vorwiegend Schädelhirntraumabetroffene, auch noch im Koma oder beatmet, ebenso Querschnitt-, Schlaganfall und Hirnblutung-, oder andere neurologisch Betroffene (MS, Hirntumorklienten etc.) Dieses Klientel benötigt natürlich besonders intensive Betreuung, so dass mindestens 2 Personen benötigt werden, um ein Lokomattraining zu gewährleisten..
Schädelhirntraumaklienten, die 10 oder mehr Jahre nicht mehr gelaufen sind, haben keine Vorstellung mehr, wie sich ein Laufen anfühlt. Ebenso Schlaganfallklienten die eine veränderte Außenwahrnehmung haben, bekommen hier wieder eine Vorstellung des Gehens. Bei Komaklienten wird in dieser aufrechten Position das ARA system (activating Reticular assending System) aktiviert, das Gehirn hat hier mehr Aufmerksamkeit, der Lerneffekt ist durch die Funktion des Laufens und der Möglichkeit des längeren Gehens erhöht, der Automatismus wird angeschoben. Durch die Gleichmäßigkeit der Schritte kann sich der Betroffene besser auf gleichförmige Bewegungen einlassen und kann letztendlich den Tonus hierdurch normalisieren.
Diese Automatismen die beim funktionellen Laufen im Lokomat ablaufen, kombiniert mit einer erhöhten Aufmerksamkeit, fördert letztendlich die Wachheit. Zu unserer Überraschung stellten wir auch fest, dass gerade auch dieses Klientel mehr Rumpfstabilität hierbei erreichen kann, dass sich wieder positiv auf das Sitzen im Rollstuhl oder in der Therapiesituation auswirkt und ihm in seinem rehabilitativen Prozess fördert. Die Grenzen des Einsatzes von einem Lokomat in der Rehabilitativen Phase sind sicherlich weit gesteckt und beschränken sich auf die Kontraindikation, die aber auch im Einzelfall entschieden werden müssen. Abschließend sollte jedoch deutlich gesagt werden, allein mit dem Lokomattraining wird ein normales Laufen nicht erreicht werden können. Da es eine geführte Bewegung und keine freie Bewegung ist.. Ein freies Laufen hat so viel mehr Anspruch. Man trägt vielleicht etwas von A nach B, man begegnet Leuten die einem entgegen kommen und einen vielleicht anstoßen, eine Menschenmenge kommt auf eine zu und man gerät in eine Stresssituation und vieles mehr beeinträchtigen im Alltag das Gehen. Der Lokomat stellt eine sinnvolle Hilfe ind er Zeit der Rehabilitation dar, ersetzt aber nicht Therapie und therapeutische Begleitung.
Der Lokomat kann ein nahezu normales Gangbild erreichen. Er hat ausreichend Führung in der Bewegung, der Therapeut kann in die Gangsituation eingreifen, und es wird hier automatisch Symmetrie, Schrittlänge, als auch Geschwindigkeit erarbeitet. Wie sich
“Laufen“ anfühlt, kann wieder am eigenen Körper erfahren werden. Der Lokomat unterstützt die Gehbewegung mit der Möglichkeit des Assessment und des Feedback’s.

