| sci-ART
= beschleunigte Wiederherstellung motorischer Funktionen auf wissenschaftlicher Basis
Diese spezielle Therapieform wurde von Jan
Utley und Susan
Woll entwickelt. Beide waren enge Mitarbeiter des Ehepaares
Bobath
und tragen das geistige Erbe beider.
sci-ART entstand
- im Sinne des Gründerehepaares Bobath,
- aus den Erkenntnissen der Forced- use Forschung und
- aus den allgemeinen Erkenntnissen der Hirnforschung.
Genauso wie den Gründungseltern ist es Jan Utley und Susan
Woll ein besonderes Anliegen, auch in Zukunft Forschung für
die Therapie nutzbar zu machen, und auch für Veränderungen
offen zu bleiben.
Philosophie der sci-ART Therapie nach Susan P. Woll und
Jan J. Utley
Wir, Jan Utley und Susan Woll glauben an die Möglichkeit,
dass Klienten mit neurologischen Dysfunktionen ihre motorische
Kontrolle wiedererlangen können. In 30 Jahren praktischer
Behandlungserfahrung mit neurologisch defizitären Klienten
und auch in der Ausbildung von Therapeuten hat sich dieser
Glaube nicht verändert.
Was sich in dieser Zeit verändert hat, ist der Umfang
der umfassenden Forschung, der diesen Glauben erhärtet.
Diese wissenschaftlichen Belege haben uns zunehmend begeistert
und sind uns Verpflichtung zur Entwicklung effektiverer Behandlungsmethoden.
Den Grundstein für diesen Glauben an
die Möglichkeit einer Heilung legten Karl und Berta Bobath
in den siebziger und frühen achtziger Jahren. Mit ihnen
haben wir während dieser Jahre gearbeitet und trainiert
und Behandlungsstrategien für Erwachsene mit halbseitigen
Lähmungen und Kinder mit cerebralen Lähmungen in
Übereinstimmung mit dieser Philosophie entwickelt.
Der Antrieb, Behandlungsstrategien dieser Art zu entwickeln,
hat uns dazu gebracht, die wissenschaftlichen Erkenntnisse
zum Erwerb motorischer Fähigkeiten und zur neuronalen
Formbarkeit als die Grundlagen einer motorischen Heilung vertiefend
zu studieren. Zwischen 1980 und 2000 wurde umfassendes Forschungsmaterial
zugänglich, das den theoretischen Überbau beschrieb,
wie im zentralen Nervensystem Wiederherstellung funktioniert.
Diese Informationen aus der neurowissenschaftlichen Forschung
haben uns dazu angeregt, mit der Entwicklung von Behandlungsstrategien,
die dem gegenwärtigen Stand der Forschung entsprechen,
weiterzumachen.
Weiter haben wir beide die Forschung auf dem Gebiet der "Zwangsinduzierten
Bewegungstherapie" ebenfalls bei der Entwicklung
von Behandlungsstrategien, die stärker den forcierten
Einsatz der betroffenen Körperteile zur Anregung eines
beschleunigten Wiedererlangens der motorischen Kontrolle,
beeinflusst.
Von Neurowissenschaftlern wurden solche Strategien als entscheidend
für Prozesse bestätigt, die optimale Heilungsvoraussetzungen
schaffen sollen.
Im Jahr 2002 haben wir ein Forschungsprojekt
entworfen und durchgeführt, um Behandlungsstrategien
zu identifizieren, die bei Klienten mit schweren motorischen
Dysfunktionen nach Schlaganfällen oder Gehirnverletzungen,
ein schnelleres und vollständigeres Wiedererlangen der
Funktion in den oberen Gliedmaßen ermöglichen.
Diese
Studie können Sie in unserem Download-Bereich herunterladen.
Die positiven Ergebnisse dieses Forschungsprojekts haben
unseren Glauben an die Möglichkeit zur motorischen Heilung
bei diesen Klienten erheblich gestärkt. Unser Ziel ist
es, auf der Grundlage dieser Philosophie Klienten mit neurologischen
Defiziten die therapeutische Intervention verfügbar zu
machen, die eine Heilung ermöglicht.
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